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Ottersweier - Im Herzen Mittelbadens, zwischen Schwarzwald und Rhein

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Bürgermedaille

Allgemeines

Der Gemeinderat der Gemeinde Ottersweier hat im März 1999 beschlossen, eine Bürgermedaille zu stiften für Persönlichkeiten, die sich besonders große Verdienste um die Gemeinde Ottersweier und ihre Bürgerschaft erworben haben.

Träger der Bürgermedaille der Gemeinde Ottersweier

Bürgermeister Werner Kunz

14.07.1999

Herr Werner Kunz war von 1983 bis 1999 Bürgermeister der Gemeinde Ottersweier.

In seiner Ära als Bürgermeister hat er viele Projekte in der Gemeinde verwirklicht und Ottersweier somit weiterentwickelt.

Große Projekte in seiner Amtszeit waren der Umbau des Rathauses Unzhurst im Jahr 1988 sowie die Außenrenovierung des Rathauses Unzhurst 1991. 1995 wurde der Kindergarten "St. Christophorus" in Unzhurst für 1,9 Mio. DM neu gebaut.

Während seiner Amtszeit wurde 1987 der Sportplatz Unzhurst saniert und eine Leichtathletikanlage bei der Sporthalle gebaut.

Das Sportzentrum Hägenich konnte 1995 mit einem Investitionszuschuss der Gemeinde von ca. 3 Mio. DM realisiert werden. Im gleichen Jahr konnte der Rasensportplatz in Unzhurst errichtet werden.

Zudem konnten Erschließungen von Baugebieten sowie Abwasserbeseitigungsanlagen umgesetzt werden.

Herrn Bürgermeister Werner Kunz wurde in Anerkennung seiner großen und bleibenden Verdienste um die Entwicklung der Gemeinde, die er sich als Bürgermeister von 1983 bis 1999 weit über seine Amtspflichten hinaus erworben hat, die erste Bürgermedaille der Gemeinde Ottersweier verliehen.

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Paul Volz

08.01.2001

Herr Paul Volz war von 1966 ununterbrochen bis 1999 Mitglied des Gemeinderates Ottersweier.

Gleichzeitig war er von 1984 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Gemeinderat im Jahr 1999 1. Stellvertreter des Bürgermeisters; 2. Stellvertreter des Bürgermeisters von 1975 bis 1984.

Vorsitzender der FWG-Gemeinderatsfraktion war Herr Paul Volz von 1968 bis 1994.

Im Mai 1996 erhielt er für 30 Jahre Mitglied des Gemeinderates die Goldene Ehrennadel des Gemeindetages Baden-Württemberg.

Höhepunkt für seine kommunale und soziale Arbeit über Jahrzehnte war die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am 22. Oktober 1996.

So war Herr Volz auch 16 Jahre Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, 10 Jahre Vorsitzender der Oiginal-Burg-Windeck Musikanten, 28 Jahr Aufsichtsrat bei der Spar- und Kreditbank, 30 Jahre Personalrat des Kreispflegeheimes Hub, Abteilungsleiter Handball und 10 Jahre Handballschiedsrichter bei der Turnerschaft sowie 20 Jahre Mitglied des Musterungsausschusses beim Kreiswehrersatzamt Karlsruhe.

Aber auch im Blick auf die Partnerschaft mit der Gemeinde Westerlo, die seit 1962 besteht, hat sich Herr Paul Volz große Verdienste erworben. Er war immer ein großer Förderer der Partnerschaft.

Die Verleihung der Bürgermedaille sollte daher ein Dankeschön und Anerkennung für die großartigen Leistungen sein.

Leider ist Herr Paul Volz am 20. Januar 2002 im Alter von 68 Jahren verstorben.

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Jos van Kerckhoven

08.01.2001

Herr Jos van Kerckhoven war 1962 Bürgermeister der belgischen Partnergemeinde Tongerlo. In dieser Eigenschaft hat er auch die Verschwisterungsurkunde unterzeichnet.

Herr van Kerchhoven hat in den Jahrzehnten große Verdienste um die Partnerschaft erworben. Dies zeigt auch sein hohes Ansehen in unserer Bürgerschaft. Selbst nach der Eingliederung von Tongerlo in die Gemeinde Westerlo hat er die Partnerschaft beispielhaft gefördert und mitgeprägt. Auch in schwierigen Zeiten ist er immer zu der Partnerschaft gestanden. Dies zeigen seine unzähligen Besuche, auch außerhalb von förmlichen Anlässen.

Mit der Verleihung der Bürgermedaille sollten seine Verdienste gewürdigt werden.

Jozef van Kerckhoven ist am 31. Januar 2010 im Alter von 88 Jahren verstorben.

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Manfred Hechinger

07.01.2003

Für Viele bedeutet die Existenz einer Feuerwehr eine nie in Zweifel gezogene Selbstverständlichkeit und eine Einrichtung, die, wenn sie gebraucht wird, zur Verfügung steht. Sie übersehen dabei und verlassen sich zugleich darauf, dass es Mitmenschen gibt, die sich die Hilfeleistung für andere zur freiwilligen, selbstgewählten Aufgabe machen.

Einer dieser Feuerwehrleute besitzt für unsere Gemeinde besondere Bedeutung.

Es ist Herr Manfred Hechinger, der seit über 45 Jahren der Feuerwehr Ottersweier angehört und 25 Jahre als Feuerwehrkommandant eine segensreiche Aufgabe für die Dorfgemeinschaft verrichtet hat.

Er hat den für die Wehr typischen Werdegang durchlaufen, indem er schon als Jungendlicher im Alter von 17 Jahren am 01. Oktober 1958 in die Ottersweierer Feuerwehr eintrat. Schon früh zeichnete sich Manfred Hechinger durch sein Können und seine Tatkraft aus.

Von 1965 bis 1978 begleitete er das Amt des Kassenwarts, parallel hierzu von 1975 bis 1978 das Amt des stellvertretenden Abteilungskommandanten.

Seit 1965 gehört er dem Feuerwehrausschuss der Gemeinde an.

In der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ottersweier am 11. April 2003 wurde Herr Manfred Hechinger zum Ehrenkommandanten ernannt.

In Anerkennung seiner großen und bleibenden Verdienste um das Feuerlöschwesen der Gemeinde, die er sich in seiner Amtszeit als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ottersweier weit über seine Pflichten hinaus erworben hat, wurde Herrn Manfred Hechingern die Bürgermedaille der Gemeinde Ottersweier verliehen.

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Herbert Roth

10.01.2007

Herr Herbert Roth wird in Ottersweier liebevoll auch "da longe Herbert" genannt.

Doch er ist nicht nur an Statur eine stattliche Persönlichkeit, er hat sich in den letzten Jahrzehnten auch viele ehrenamtliche Verdienste im Vereinsleben und im Gemeinwesen erworben.

Bei der TSO hatte er viele verantwortungsvolle Ehrenämter inne, die er immer mit sehr großem Fleiß und Akribie wahrgenommen hat.

Seit 1963 war Herbert Roth als Prüfer für die Sportabzeichenabnahme tätig, seit 1969 Mitglied im Gesamtvorstand der TSO.

Er war Übungsleiter für Breitensport und Leichtathletik und Leiter dieser großen Abteilung innerhalb der TSO.

Von 1979 bis 1990 war er 1. Vorsitzender unseres größten Vereins im Ort. Er trägt nicht nur die höchsten Auszeichnungen innerhalb der TSO und des Ortenauer Turngaus, sondern ist auch Ehrenvorsitzender seit 1997.

Aus seiner Feder stammt die Satzung des im Jahr 1999 gegründeten Caritativen Fördervereins St. Johannes und er war auch maßgeblich an der Gründung des Kirchlichen Fördervereins St. Johannes beteiligt, außerdem war er Gründungsmitglied des Historischen Bürgervereins Ottersweier im Jahr 2005. Fünf Jahre gehörte er dem Pfarrgemeinderat Str. Johannes an und war dort Schriftführer und Mitglied im Bauausschuss.

Herr Herbert Roth nahm auch in der Verkehrswacht Bühl als 1. Vorsitzender, 2. Vorsitzender und Beisitzer 14 Jahre lang herausragende Ämter war.

Dem Gemeinderat von Ottersweier gehörte Herbert Roth von 1971 bis 1980 an.

Viele seiner Veröffentlichungen im Heimatbrief der Gemeinde zeugen von lang dauernden Recherchearbeiten und einem untrüglichen Instinkt für spannende Themen. Im Jahr 1996 und auch Jahre danach verbrachte er viel Zeit im Gemeindearchiv von Ottersweier.

Herrn Herbert Roth wurde am 10. Januar 2007 in Anerkennung seiner besonders großen Verdienste um die Gemeinde Ottersweier, als Vorstandsmitglied der Turnerschaft e. V. 1922 Ottersweier, als langjährigem Gemeinderatsmitglied, um den Aufbau und die Pflege des Gemeindearchivs, als Mitglied des Heimatbrief-Redaktionsteams und für eine Vielzahl von Veröffentlichungen bei Jubiläen von Gemeindeeinrichtungen und Vereinen die Bürgermedaille der Gemeinde Ottersweier verliehen.

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Helmut Kopf

07.01.2010

Helmut Kopf war vier Jahre lang 1. Vorsitzender des Fußballvereins Ottersweier und sechs Jahre lang 3. Vorsitzender des Vereins. Er war Gründungsvorsitzender des Fördervereins Juniorenfußball und außerdem sieben Jahre lang Mitglied des örtlichen Seniorenrates.

Im Redaktionsteam des Heimatbriefs Ottersweier wirkt er seit 1995 aktiv mit.
Helmut Kopf ist Autor von mehreren Buchpublikationen mit historischem Bezug zur Gemeindegeschichte. Außerdem hält er seit 10 Jahren im Badischen Tagblatt einen lokalhistorischen Rückblick auf unsere mittelbadische Region. Als ehrenamtlich tätiges Mitglied im Redaktionsteam des Heimatbriefs Ottersweier hat Helmut Kopf maßgeblich zum Aufbau der jährlich erscheinenden Gemeindechronik im heutigen Standard beigetragen.

In den 70er Jahren hat sich Helmut Kopf als Frontmann einer Bürgerinitiative gegen eine Mülldeponie in Ottersweier zu Wehr gesetzt. Dies war gleichzeitig die Initialzündung für eine Gemeinderatskandidatur vier Jahre später. Fünfmal wurde er seither wiedergewählt, wiederholt mit der größten Stimmenzahl aller Bewerber. Im Jahr 2009 ließ sich Helmut Kopf nicht mehr als Bewerber zur Gemeinderatswahl aufstellen. Dieses große Vertrauen, das die Bevölkerung von Ottersweier ihm als Stimmenmagnet geschenkt hat, wurde durch die 10-jährige Mitgliedschaft im Kreistag des Landkreises Rastatt mit Nachdruck unterstrichen. In 29 Jahren Gemeinderatstätigkeit hat Helmut Kopf viel Freizeit für das Allgemeinwohl geopfert, was heute nicht mehr selbstverständlich ist. 12 Jahre lang war er Fraktionsführer der CDU im Gemeinderat, 10 Jahre lang 1. Stellvertreter des Bürgermeisters. Für seine herausragenden Verdienste erhielt er 2009 die Goldene Ehrennadel des Gemeindetags Baden-Württemberg und die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

Helmut Kopf war als Junglehrer Begleitperson beim ersten Besuch einer Schulklasse in Westerlo und legte damit die Grundlagen für den heutigen regen Austausch auf schulischer Ebene.

Herr Kopf war selbst unzählige Male in den Partnergemeinden Westerlo und Krauschwitz und damit maßgeblicher Baumeister der hervorragend funktionierenden Gemeindepartnerschaften.

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Hermann Neuburger

07.01.2010

Hermann Neuburger gehörte dem Gemeinderat von Ottersweier und Unzhurst bis im Jahr 2009 sage und schreibe 38 Jahre lang an. Er ist damit in der jüngeren Geschichte der Gemeinde der Gemeinderat mit der längsten Amtszeit überhaupt. Erstmals wurde Hermann Neuburger 1971 in den Gemeinderat der damals noch selbstständigen Gemeinde Unzhurst gewählt. Genau einen Monat lang gehörte er noch dem Gemeinderat von Unzhurst an, ehe es am 01.01.1972 zur Eingliederung und damit dem Übertritt in den Gemeinderat Ottersweier kam. Insgesamt sieben Mal wurde Hermann Neuburger mit glänzenden Wahlergebnissen in seinem verantwortungsvollen Amt bestätigt, eine Leistung, die ihm so schnell keiner nachmachen wird. Das besondere Vertrauen seiner FWG-Fraktion und des Gesamtgemeinderats wurde ihm mit der Wahl zum 2. Bürgermeisterstellvertreter zuteil, dieses Amt hatte er bis im Jahr 2009, 10 Jahre lang inne. Hermann Neuburger war die gesamten 38 Jahre seiner Zugehörigkeit zum gemeindlichen Hauptorgan Unzhurster Gemeinderat mit Herz und Verstand, der jedoch keine Kirchturmspolitik betrieb, sondern immer das Wohl der Gesamtgemeinde im Vordergrund sah. 38 Jahre im Gemeinderat, das bedeutet vor allem ein weit über das Normalmaß hinausgehendes persönliches Engagement; es bedeutet hohe Sachkenntnis und vielfältige Erfahrung, aber auch viele Abende und Wochenenden im ehrenamtlichen Dienst.

Da Hermann Neuburger darüber hinaus in großem Maße auch außerhalb des Kommunalparlaments sehr stark ehrenamtlich tätig war, wurden seine Leistungen zu Recht durch öffentliche Auszeichnungen, mit dem Ehrenbecher des Gemeindetags Baden-Württemberg, der Landesehrennadel und im Jahr 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt.

Insgesamt 35 Jahre war Hermann Neuburger 1. Vorsitzender des VfB Unzhurst, den er mit Geradlinigkeit, Offenheit und viel Fingerspitzengefühl durch Höhen und Tiefen führte, seit 2008 ist Hermann Neuburger Präsident des VfB Unzhurst. Hermann Neuburger gründete die Damenfußballabteilung, ist aktives Gründungsmitglied der Ski- und Wanderzunft, langjähriger Sprecher der Unzhurster Vereine und Initiator vieler Feste und Veranstaltungen der örtlichen Vereinsgemeinschaft, deren Erlöse in die Ortsverschönerung oder die Unterhaltung der Sport- und Festhalle Unzhurst flossen.

Hermann Neuburger war viele Jahre Lehrer an der Maria-Victoria-Schule Ottersweier und Motor der Partnerschaft mit Westerlo und ab den 90er Jahren mit Krauschwitz. Durch unzählige Besuche in den Partnergemeinden Westerlo und Krauschwitz hat auch er einen großen Teil für die hervorragend funktionierenden Gemeindepartnerschaften beigetragen.

Dorfbach

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