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EhrenbürgerUnsere EhrenbürgerDie Namen von neun Ehrenbürgern der Gemeinde Ottersweier und den ehemals selbstständigen Gemeinden Hatzenweier und Unzhurst schmücken seit 2003 die Ehrenbürgertafel im Rathaus Ottersweier. Einige Namen sind sicherlich bestens bekannt, bei anderen wiederum wird sich mancher die Frage stellen "Wer war das wieder"? Auf Anregung von Besuchern des Rathauses hat unser Ortsarchivar Herbert Roth
im Archiv recherchiert, um das Andenken an diese Persönlichkeiten wach
zu halten. Pfarrrektor Ludolf VoglerGeschehen Ottersweier 9ten November 1843 "Heute wurde von Seiten des Bürgermeisters der Wunsch geäußert,
dass in Anerkennung des seit 20 Jahren redlichen, kräftigen und mit heiligem
Eifer, für Schule und Kirche, wirkenden Herrn Pfarrrektor Vogler eine kleine
Anerkennung dadurch gegeben werden möge, dass an ihn von Seiten der Gemeinde
das Diplom als Ehrenbürger erteile und in einer feierlichen Handlung überreiche. Pfarrrektor Vogler war zunächst Professor am Gymnasium zu Offenburg, kam 1824 nach Ottersweier als Ortspfarrer und erzbischöflicher Dekan. Er starb am 30. Juni 1847 und testamentierte den größten Teil seiner Hinterlassenschaft zu einer milden Stiftung. Die dankbare Gemeinde ließ ihm ein Grabmonument mit folgendem Text setzen: "Pfarr-Rector und Decan Ludolph Vogler vermachte testamentarisch 6.290 Gulden zu einer besonderen Stiftung, aus deren Zinsen jährlich drei arme Erstcommunicanten gekleidet und für drei unbemittelte Knaben das Lehrgeld bestritten werden soll." Hofrath Alexander von Leonhard, 1891"In Anbetracht, dass Herr von Leonhard schon seit einer Reihe von Jahren in hiesiger Gemeinde wohnhaft ist und ein großer Wohltäter an Armen und zu sonstigen wohltätigen Zwecken ist, wurde heute beschlossen, demselben das Ehrenbürgerrecht in hiesiger Gemeinde zu verleihen und soll hierüber ein Diplom ausgefertigt werden." "Russischer Hofrat und Mitglied des Petersburger Senats, der sich in der
Hub angesiedelt hat. Er baut in der Hub das ehemalige "Kellerhaus"
zu einem Wohnhaus mit eigener Wasserleitung um (das spätere Kist`sche,
heutige Beamten Wohnhaus mit Garagen). Sein Sohn Arthur errichtet sich auf der
Anhöhe des Hartberges ein Sommerhaus (heute Adolf Waßmer gehörig).
Er hat von seinen Reisen verschiedene exotische Pflanzen mitgebracht, die zum
Teil heute noch vorhanden sind. Vermutlich hat ihn die Petersburger Bekanntschaft
mit dem späteren Badbesitzer, dem russischen Staatsrat Dr. Walz, auf die
Idee gebracht, sich in der Hub niederzulassen. " Barbara MaretschekGeschehen Hatzenweier den 22. Dezember 1929 Aufnahme der Landwirtin Barbara Maretschek als Ehrenbürgerin in Hatzenweier. "Nachdem die ledige Barbara Maretschek den 80. Geburtstag vollendet hat, beschließt der Gemeinderat in der heutigen Sitzung, sie für die mühevolle Arbeit und Aufopferung bei der Erbauung der hiesigen Kappelle und die Tragung sämtlicher Arbeiten und Sorgen als Ehrenbürgerin der Gemeinde Hatzenweier anzuerkennen und ihr ein Geschenk von 10 Mark aus der Gemeindekasse zu überreichen." In Hatzenweier lebte zu Anfang dieses Jahrhundert das wohltätige Fräulein
Barbara Maretschek. Ihr Vater, ein Leineweber aus Böhmen, heiratete die
Tochter seines Meisters Jörger, der eine Weberei betrieb. Barbara stiftete
das Grundstück für eine Kapelle und 6.000 M, für die damalige
Zeit ein schöner Grundstock für ein solches Vorhaben. Es fanden sich
bald noch viele Spender, die zum Bau und der Inneneinrichtung beitrugen. Otto Sickinger, 1932"Die Vertreter der Gemeinde Ottersweier haben sich erlaubt Euer Hochwohlgeboren
das Ehren-Bürgerrecht Da hier zu erteilen und Ihnen Gegenwärtiges
als Urkunde hierüber mit der Bitte auszustellen, dasselbe gefälligst
entgegennehmen zu wollen. Ottersweier, den einunddreißigsten März eintausendneunhundertzweiunddreißig" Otto Sickinger, der als markanter, stets froher und hilfsbereiter Mensch beschrieben ist, wirkte 30 Jahre als Lehrer und Jugenderzieher in Ottersweier. Sein unermüdliches Schaffen galt außer seiner Lehrtätigkeit dem Kirchenchor und der Volksmusik, deren Dirigent er war. Als Mitbegründer der Feuerwehrkapelle leitete er diese mit besonderer Vorliebe. Mehrmals stellte er sein damals ohnehin bescheidenes Dirigentenhonorar zur Instrumentenbeschaffung zur Verfügung. Auch als Erzieher war er einzigartig. Schon mit den Kleinkindern übte er sie allseits beliebten Theaterstücke ein. Kein Wunder, dass seine "lieben Kinder" - wie er sie oft nannte - an ihm hingen und ihn meist "Vater" nannten. Auch wenn er einmal nach alter Väter Sitte einem lernfaulen Schüler die Kehrseite bearbeitete, so diente das sicher nur dem gut gemeinten Zweck, aus seinen Schülern tüchtige und brauchbare Menschen zu machen. Das war Otto Sickinger: Freund und Kamerad zu jung und alt. Universitätsprofessor Prälat Dr. Josef Sauer, 1948Am Karsamstag, den 13. April 1949 starb in Freiburg/Br. der von Unzhurst stammende Universitätsprofessor Prälat Dr. Josef Sauer. Sein Elternhaus war s´Erli-Hösse. Aus Anlass seines 50-jährigen Priesterjubiläums wurde er am Cyriaksfest 1948 zum Ehrenbürger der Gemeinde Unzhurst ernannt. Auszug aus einem Bericht der Südwestdeutschen Volkszeitung zum Tode von Prof. Sauer: "45 erschienene Geistliche beteten das Toten-Offizium in der Kirche St.
Cyriak in Unzhurst, in dessen Chor der Sarg aufgebahrt worden war. Ein intimer Jugendfreund und Mitarbeiter auf dem Gebiete der Denkmalspflege,
der staatliche Konservator der Kunstgegenstände, Professor Linde, gab dem
Verstorbenen besonders liebevolle Anerkennungsworte für seine großzügige
und erfolgreiche Tätigkeit als Konservator der kirchlichen Kunstdenkmale,
insbesondere auch der Erhaltung künstlerisch wertvollen Glocken unserer
badischen Heimat. Richard Weber, 1956Nach einem Beschluss des Gemeinderates der Gemeinde Unzhurst wurde Ortspfarrer Richard Weber aus Anlass seiner 25-jährigen Tätigkeit in der Gemeinde zum Ehrenbürger der Gemeinde Unzhurst ernannt. Sämtliche kulturellen Vereine marschierten mit den kirchlichen Vertretern
vom Gasthaus zum Ochsen unter Begleitung der Feuerwehr und der Schuljugend zum
Pfarrhaus, wo Aufstellung genommen wurde. Auch die Ortsbewohner hatten sich
zahlreich eingefunden. Alle wollten ihren langjährigen Seelsorger die Glückwünsche
darbringen. Dr. Adalbert MetzingerAbt von Weingarten Wird aus Anlass der Vollendung des 70. Lebensjahres und in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um seine wissenschaftlichen Tätigkeiten als Lehrbeauftragter für das Alte und Neue Testament/in Würdigung seiner Missionsarbeit in der Dritten Welt/in Ehrung seines hohen Amtes als Abt von Weingarten und aus Dankbarkeit für seine Verbundenheit zur Heimatgemeinde das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Ottersweier verliehen. P. Dr. Adalbert Metzinger war als Sohn Josef das 6. Kind des kleinen Landwirts
Alois Metzinger in der Hauptstraße. Er wurde am 17. März 1910 geboren
und trat nach dem Abitur in Weingarten in das Benediktinerkloster Beuron ein,
vollendete in Maria Laach das Theologische Studium und wurde als Pater Adalbert
Ende Juli 1935 zum Priester geweiht. 1974 ins Heimatkloster Beuron zurückgerufen, wählte kurze Zeit später
der Konvent von Weingarten Pater Adalbert zum Abt des Klosters; die Abtweihe
erfolgte dort durch Bischof Leiprecht von Rottenburg am 9. März 1975. Franz Oswald, 1981"Hochw. Herrn Franz Oswald Ottersweier, den 23. November 1981" In einer eindrucksvollen Feierstunde wurden am Montag, 23.11.1981, am Tage
seines 70. Geburtstages, Ortspfarrer Franz Oswald im Johannesheim die Ehrenbürgerrechte
der Gemeinde Ottersweier verliehen. Unter großem Beifall der Gäste
überreichte Bürgermeister Burger in Würdigung des nunmehr 33-jährigen
segensreichen Wirkens in der Gemeinde dem Pfarrherrn den Ehrenbürgerbrief
der Gemeinde. Prof. Dr. Bernhard Friedmann, 2002"Herrn Professor Dr. Bernhard Friedmann wird in Anerkennung seiner besonderen Verdienste als "Botschafter" unserer Gemeinde auf bundespolitischer Ebene und in der Europäischen Union sowie seiner langjährigen Tätigkeit in Wissenschaft und Ehrenamt und aus Dankbarkeit für seine Verbundenheit zur Heimatgemeinde das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Ottersweier verliehen. Ottersweier, 7. Januar 2002" Der Honorarprofessor an der Universität Freiburg/Breisgau ist promovierter Volkswirt (Dr.rer.pol.) und absolvierte auch die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Freiburg. Von 1960 bis 1976 nahm Professor Dr. Bernhard Friedmann hohe Funktionen in
der deutschen Bundesverwaltung sowie in der Industrie wahr. 1976 wurde er zum
Mitglied des Deutschen Bundestages gewählt, gehörte in der Folge dem
Haushaltsauschuss an und übernahm den Vorsitz im Ausschuss für Haushaltskontrolle
sowie im Bewilligungsausschuss für Verteidigungssausgaben. Von 1975 bis
1985 gehörte er dem Gemeinderat von Ottersweier an. ![]() KontaktGemeinde Ottersweier Kontakt Verwaltungsstelle Unzhurst
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