Gemeinde Ottersweier

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Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Private Haus- und Grundstückseigentümer in Ottersweier und den dazugehörigen Ortsteilen haben die Möglichkeit, Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zu erhalten. Diese Möglichkeit besteht, da Ottersweier innerhalb der LEADER- Kulisse liegt und als „ländlich geprägt“ eingestuft wird.
Ziel des ELR des Landes Baden-Württemberg ist die innerörtliche Entwicklung und Stärkung der Ortskerne im ländlichen Raum. Damit soll der Landschaftsverbrauch außerhalb der Ortschaften eingedämmt und negativen Folgen des demografischen Wandels aktiv begegnet werden. Der Schwerpunkt des Programmes liegt u.a. auf der Umnutzung und ökologischen Modernisierung vorhandener Bausubstanz.
 
Fördermöglichkeiten für private Projekte
Mit der Modernisierung von privaten Gebäuden sollen bauliche Nachteile und Mängel dauerhaft beseitigt und ihr Gebrauchswert nachhaltig erhöht werden. Im Mittelpunkt stehen die umfassende Modernisierung, Umnutzung vorhandener Gebäude sowie ortsbildgerechte Neubauten innerhalb des Ortskerns. Es besteht ein Fördervorrang für Projekte mit ökologischer und umweltfreundlicher Bauweise.
 
Förderschwerpunkt Wohnen:

  1. Für Projekte, bei denen neben einer oder mehreren durch den Zuwendungsempfänger bzw. seine Verwandten 1. oder 2. Grades eigengenutzten Wohneinheiten höchstens eine zusätzlich Wohneinheit zur Fremdvermietung vorhanden ist bzw. entsteht, gelten folgende Zuwendungssätze: 

Modernisierung von bestehenden Wohngebäuden mit umfassendem Sanierungsbedarf: Fördersatz 30 % der Netto-Kosten (ohne MwSt.), max. 20.000 € je Wohneinheit. Höchstförderbetrag je Gebäude 100.000 €.
Umnutzung leerstehender Gebäude zu eigenständigen und familiengerechten Wohnungen zur Eigennutzung oder Vermietung:
Fördersatz 30 % der Netto-Kosten (ohne MwSt.), max. 50.000 € je Wohneinheit. Höchstförderbetrag je Gebäude 100.000 €.
Schließung von Baulücken durch dorfgerechte und maßstäbliche Wohngebäude zur Eigennutzung:
Fördersatz 30 % der Netto-Kosten (ohne MwSt.), max. 20.000 € je Wohneinheit.
 

  1. Bei allen nicht unter dieser Regelung erfassten Konstellationen kommt die Förderung einem Anbieter am Mietmarkt zu. Der Fördersatz liegt dann bei bis zu 15 % für Umnutzungen und 10% für Modernisierungen (max. 200.000 €). Wohnungen zur Fremdvermietung in Neubauvorhaben sind nicht förderfähig.

 
 
 
Förderschwerpunkt Arbeiten und Grundversorgung:
Sicherung der Grundversorgung mit Waren und privaten Dienstleistungen sowie Sicherung bzw. Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen vor allem in Verbindung mit der Entflechtung unverträglicher Gemengelagen, der Reaktivierung von Gewerbebrachen und der Errichtung von Gewerbehöfen, einschließlich vorbereitenden Maßnahmen wie Baureifmachung von Grundstücken:
Private Projekte im Förderschwerpunkt „Grundversorgung“ erhalten bis zu 20 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Strukturell besonders bedeutsame Projekte erhalten bis zu 15 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Im Übrigen (z.B. Betriebserweiterung oder Neuansiedlung) sind bis zu 10 % der zuwendungsfähigen Ausgaben förderfähig.
 
Fördervoraussetzungen für den Förderschwerpunkt Wohnen:

  • In Ottersweier sowie dem Ortsteil Unzhurst werden lediglich Gebäude bzw. Grundstücke gefördert, die sich im Bereich der jeweiligen Ortsmitte befinden. Die entsprechenden Übersichtspläne mit Darstellung der beiden Ortsmitten wurden im Vorfeld vom Regierungspräsidium Karlsruhe anerkannt. Außerdem können für Anwesen, die mit einem Bebauungsplan überplant sind, keine Förderungen beantragt werden. Zudem sind die Anwesen im Bereich der Ortsmitte Ottersweier von einer ELR-Förderung ausgeschlossen, die sich innerhalb des noch laufenden Sanierungsgebietes befinden. Auch in anderen Ortsteilen von Ottersweier ohne eigene Ortsmitte kann eine Förderung gewährt werden.

 

  • In der Regel ist eine umfassende Modernisierung erforderlich. Es müssen zeitgemäße Wohnverhältnisse erreicht werden.

 
 
Was wird nicht gefördert:

  • Maßnahmen, die vor Vorliegen des Förderbescheides begonnen (beauftragt) wurden.
  • Maßnahmen, die nicht konform zu den Antragsunterlagen durchgeführt werden.
  • Nur einzelne Gewerke (z.B. nur Fenstererneuerung) und Anträge unterhalb der Mindestfördersumme von 5.000 € (netto).

 
 
Beispiele für förderfähige Modernisierungs- und Umnutzungsmaßnahmen:

  • Erhöhung der Wärmedämmung an Außenwänden, Decken und Dach
  • Austausch von alten Fenstern und Türen
  • Verbesserungen im Sanitärbereich (WC, Bäder), z.B. auch alten- und behindertengerechter Ausbau
  • Erneuerung der Installationen im Gebäude
  • Veränderung der Raumnutzung , der Größe und der Orientierung von Räumen.
  • Umnutzung von Gebäuden zu Wohnzwecken (z.B. Scheunen)
  • Erweiterung oder Modernisierung von Grundversorgungseinrichtungen
  • Weitere Maßnahmen

Die Förderung beträgt mindestens 5.000 €. Dies bedeutet z.B. bei einem Fördersatz von
30 %, dass die Antragssumme (Modernisierungskosten) mindestens 16.700 € netto betragen muss.
 
Sonstiges:

  • Auf die Förderung besteht kein Rechtsanspruch.
  • Je konkreter das Projekt ist, desto höher ist die Bewilligungschance. Hierzu müssen Angebote von Handwerkern eingeholt und eine professionelle Kostenberechnung (nach DIN 276) erstellt werden. Eigenleistungen sind in der Regel nicht förderfähig.
  • Das Projekt sollte frühzeitig abgestimmt werden. Bis Anfang September wird um eine kurze Rückmeldung beziehungsweise Interessensbekundung beim unten genannten Ansprechpartner gebeten, wenn ein geeignetes Vorhaben beantragt werden soll. Bis Ende September müssen die fertigen Anträge bei der Gemeindeverwaltung abgegeben werden, damit sie rechtzeitig an das Regierungspräsidium weiter geleitet werden können.

Die Antragsformulare sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums zu finden (https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR/Seiten/ELR-Antragstellung.aspx) und außerdem über die Gemeindeverwaltung erhältlich.

  • Es ist mit rund 6 Monaten bis zur Erteilung eines Bewilligungsbescheides zu rechnen. Erst dann kann mit der Baumaßnahme begonnen werden.

 
Das aktuelle Förderprogramm läuft noch bis 2020/2021 mit voraussichtlicher Verlängerung sodass auch noch in den nächsten Jahren Projektanträge bei der Gemeinde eingereicht werden können.
 
Weitere Infos erhalten Sie unter www.mlr.baden-Wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/laendlichen-raum-staerken/elr/.
 
Für weitere Rückfragen steht Ihnen Herr Christian Meier unter Tel. 07223/9860-27 oder per Mail christian.meier(@)ottersweier.de zur Verfügung.