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Waldemar Friedmann / 07.01.2014

Ist Gründungsvorsitzender des Historischen Bürgervereins Ottersweier seit 2005. Er ist das „historische Gewissen“ unserer Gemeinde und ein Motor und Initiator auf allen Ebenen des Brauchtums und der Heimatpflege. Sein Ideenreichtum ist unerschöpflich und ihm ist es zu verdanken, dass das älteste Wohngebäude der Gemeinde, „s´Eicher Wilhelmer Hus“, gerettet werden konnte. Im künftigen Heimatmuseum ist er seit zwei Jahren öfters anzutreffen, als zuhause, denn er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, dieses Kleinod zu erhalten und historisch korrekt zu rekonstruieren. Es würde uns nicht wundern, wenn er eines Tages auch noch sein Bett dort aufschlagen würde. Die Vereinsmitglieder versuchen seinen Tatendrang des Öfteren zu bremsen, denn er geht zuweilen bis an die physische Leistungsgrenze, doch wer Waldemar kennt, weiß, dass diese Bemühungen vergeblich sind. Was Waldemar anpackt, wird mit Fleiß und unbändiger Energie umgesetzt. 
Seit 1962 gehört Waldemar Friedmann dem damaligen Elferrat und der späteren Narrenzunft an. In dieser Zeit hat er das Leben der Zunft entscheidend mitgestaltet und mitgeprägt, in der Vorstandschaft, als Oberzunftmeister und in mannigfaltigen Aktivitäten. Er ist geistiger Vater der Masken- und Häsgruppe der Leimewängscht. Immer kreativ denkend und handelnd, der Wahrung der Tradition verpflichtet, belebte er die Straßenfastnacht und setzte immer wieder neue Akzente in der Pflege des fastnachtlichen Brauchtums. Er hauchte der altbekannten Sagengestalt aus den Katakomben des Rathauses, dem „schwarzen Pfaff“, neues Leben ein, schuf unermüdlich Kontakte zu benachbarten Narrenvereinen und zur Westkrauschwitzer Narrenzunft aus unserer Partnergemeinde. Er erhielt höchste Auszeichnungen, so im Jahr 1996 die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg und vor wenigen Wochen von der Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer den Ehrenpreis des Arbeitskreises Allemanische Heimat.  

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