Gemeinde Ottersweier

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"Ottersweier kann Klimaschutz"

Neue Trafostation für die Freiflächen-Photovoltaik-Anlage bei Unzhurst

Die neue Trafostation für die Freiflächen-Photovoltaik-Anlage bei Unzhurst an der A5 wurde geliefert. Der Sonnenstrom kann wieder fließen

Nach monatelangem Warten wurde am Mittwoch, 4.5.2022 endlich die Trafostation für die Freiflächen-Photovoltaik-Anlage geliefert. Die Montage begann anfangs dieser Woche, sodass bald wieder Sonnenstrom fließen kann. Die Ersatzlieferung wurde aufgrund des Brandes im September 2021 notwendig.

Ottersweier setzt auf Photovoltaik

Über die Teilnahme an einem bundesweiten Wettbewerb schafft die Gemeinde zusätzliche Anreize

Die Gemeinde Ottersweier hat sich dem Wettbewerb „Wattbewerb“ angeschlossen, ausgerufen Anfang 2021 von Organisationen wie „Fossil Free Karlsruhe“ und „Fridays for Future Deutschland“ mit dem Ziel, Photovoltaik exponentiell auszubauen. Die Initiative soll helfen, die Energiewende in Deutschland zu beschleunigen. Das berichtet Bürgermeister Jürgen Pfetzer. „Der Wettbewerb, der über eine digitale Spieleplattform läuft, richtet sich an Städte und Gemeinden. Die Herausforderung besteht darin, als erste Kommune die vor Ort installierte Leistung an PV zu verdoppeln.“ Die Wertung erfolge in verschiedenen Kategorien, von Gemeinden bis hin zu Großstädten, wobei der absolute Zubau in Watt pro Einwohner maßgeblich sei. „Ob Einfamilienhäuser, Mietshäuser oder Dächer auf gewerblich genutzten Gebäuden: Sie alle bieten Potenzial, das für die lokale Energiewende erschlossen werden kann.“
Wie Alexander Kern, Leiter des Liegenschaftsamtes, und seine Mitarbeiterin Jessica Hodapp erläutern, besteht die Möglichkeit einer Teilnahme am Wettbewerb für kleine Gemeinden erst seit Beginn des laufenden Jahres. „Gemeinderat Nico Paulus machte uns darauf aufmerksam.“ Hodapp äußert sich mit Blick auf Wattbewerb insbesondere begeistert über die Bereitstellung und Aktualisierung von Daten aus der Bundesnetzagentur. Zudem wird seit Anfang diesen Jahres von der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) ein Solarkataster zur Verfügung gestellt. „Es gibt eine Karte mit Luftbildern, wo die Dächer farblich unterschiedlich markiert sind, um zu verdeutlichen, wo bereits Energie aus Photovoltaik produziert wird und wo eine Umnutzung Sinn macht. Das ist nun auch auf unserer Gemeinde-Homepage einsehbar. Dazu zählt eine ziemlich exakte, kostenfreie Berechnung der Wirtschaftlichkeit: Wie viele Jahre braucht es, bis sich die eigene Anlage auf dem Dach lohnt“ Kern: „Wenn Gebäude sanierungsbedürftig sind, gestaltet sich dieser Aspekt natürlich schwieriger. Da müssen die Besitzer erst einmal Geld in die Hand nehmen, um überhaupt die Grundlagen zu schaffen. Aber es gibt auch viele Häuser bei uns, die quasi sofort mit PV-Anlagen ausgestattet werden könnten.“
Die Gemeinde, berichtet er weiter, werde nun offensiv in die Werbung für Photovoltaik starten: „Wir wollen ehrenamtliche PV-Botschafter einsetzen, die auch Privatbesitzer beraten und sie motivieren, ihre Dächer für entsprechende Anlagen zu nutzen.“ Ottersweier liege im Vergleich zu anderen Teilnehmern von „Wattbewerb“ übrigens weit vorn, ergänzt Hodapp. „Im Gesamtranking sind wir direkt auf Platz zwei eingestiegen, im Ranking der kleinen Gemeinden verteidigen wir den ersten Platz.“ Regenerative, lokale Stromerzeugung werde immer wichtiger, unterstreicht Jürgen Pfetzer abschließend: „Die aktuelle politische Lage zeigt, dass man sich mit Blick auf erneuerbare Energien möglichst unabhängig vom öffentlichen Netz machen sollte. Wenn man PV-Anlagen mit Batteriespeichern kombiniert, schafft man zusätzliche Autarkie. Gemeinsam mit unseren Bürgern möchten wir hier vorbildhaft vorangehen.“

Ottersweier geht beim Klimaschutz in die Offensive

In einem Bürger-Workshop wurden Maßnahmen erarbeitet, von denen die ersten nun in die Umsetzung gehen

Über gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Workshops und kurzfristig anberaumte Projekte bringt die Gemeinde Ottersweier den Klimaschutz vor Ort voran und sensibilisiert die Bürger weiter für das breit gefächerte Thema. Wie Bürgermeister Jürgen Pfetzer informiert, kooperiert die Verwaltung vor diesem Hintergrund seit 2021 mit der Energieagentur Mittelbaden; die kommunalen Maßnahmen werden vom Bund gefördert.

Die Auftaktveranstaltung für Bürger im vergangenen Oktober, so Pfetzer, sei sehr gut angenommen worden: „Es gab ein World Café mit verschiedenen Thementischen. Im Nachgang des Workshops wurden einige der Projekte, die die rund 30 Teilnehmer vorgeschlagen und ausgearbeitet hatten, priorisiert, um zunächst sechs aus ihrer Sicht besonders dringliche Maßnahmen anzugehen.“ Ihm zufolge kristallisierte sich etwa das Projekt der „PV-Botschafter“ heraus: Von der Energieagentur geschulte Bürger, die Ortsansässige niederschwellig über Möglichkeiten beraten, PV-Anlagen auf eigenen Immobilien zu installieren, und auch über bestehende Förderprogramme informieren. Interessierte Bürger, welche selbst PV-Botschafter für Ottersweier werden möchten, können sich gerne bei der Ansprechpartnerin der Kommune, Jessica Hodapp (Tel. 07223/9860-55, jessica.hodapp(@)ottersweier.de) melden. „Besteht weiterreichendes Interesse, verweisen die Botschafter ihre Gesprächspartner an die Energieagentur oder auch an Fachfirmen.“ Die Ehrenamtlichen, die diese Beratung übernehmen, verfügen über praktische Kenntnisse auf dieser Ebene, wie Pfetzer unterstreicht. „So können sie auch eigene Erfahrungen weitergeben.“ Eine weitere Idee ist die Einführung von „Laufbussen“ für Grundschüler. Pfetzer: „Erwachsene Begleiter gehen mit den Kindern zur Schule und laufen mittags mit ihnen wieder heim. Diese haben so mehr Spaß und lernen wie nebenher, auf potenzielle Gefahren zu achten und sich in Eigenregie durch den Ort zu bewegen. Zugleich wird die Anzahl der Pkw reduziert, mit denen tagtäglich Eltern ihre Kinder befördern. Auch dies ist ein weiterer Schritt gelebten Umweltschutzes.“

Als drittes Projekt nennt er ein kommunales, zuschussfähiges Energie-Management. „Fördergelder ermöglichen die Einrichtung einer Personalstelle, um bereits eingeführte Klimaschutzmaßnahmen per Software-Messtechnik zu erfassen und dauerhaft zu beobachten. Das System ermögliche, Vorfälle wie Wasserrohrbrüche schneller zu entdecken, da der übliche Wasserverbrauch plötzlich drastisch in die Höhe schieße. „Natürlich erstreben wir auch hier einen weiteren Ausbau der Photovoltaik-Anlagen.“

Besonders am Herzen liegt den Bürgern laut Pfetzer darüber hinaus die Nachhaltigkeit von Produkten, die im Rathaus und bei öffentlichen Veranstaltungen Verwendung finden, vom Recycling-Toilettenpapier über Fair-Trade-Kaffee bis hin zu umweltschonenden Werbegeschenken. Man werde konsequent auf nachhaltige Alternativen umstellen, verspricht der Bürgermeister. Die gesamte Klimaschutz-Offensive, leitet er zur fünften im Workshop konzipierten Maßnahme über, werde ab sofort über Öffentlichkeitsarbeit engmaschig begleitet. „Es gibt fortan eine feste Rubrik im Mitteilungsblatt – Ottersweier kann Klimaschutz - , die auch auf der Homepage und in den sozialen Medien geschaltet wird. Dort geben wir bekannt, was momentan geplant ist, aber auch, welche Maßnahmen schon laufen respektive bereits erfolgreich umgesetzt wurden.“ 

Gemeinde startet Klimaschutz-Projekt „PV-Botschafter Ottersweier"

Bürger beraten Mitbürger bei Fragen rund um Solarstrom

Im Rahmen der Fokusberatung durch die Energieagentur Mittelbaden hat der Gemeinderat Ottersweier der Umsetzung des Projekts „PV-Botschafter Ottersweier“ als eine der vorgeschlagenen Klimaschutz-Maßnahmen zugestimmt. Hierbei sollen Bürger mit einer eigenen Solaranlage Ottersweierern Mitbürgern ihre Anlage zeigen und sie z. B. über den Prozess informieren. Dazu stattet die Energieagentur Mittelbaden interessierte Bürger mit Grundkenntnissen aus um sie zu Ottersweierer PV-Botschaftern zu schulen. Darüber hinaus gehende vertiefende Beratungsanfragen sollen an die Energieagentur oder an die Fachunternehmen weitervermittelt werden. Das Ziel des Projekts ist es, Bürger, die bislang ohne eigene Solaranlage sind, für dieses Thema zu motivieren und zu begeistern. Zentrale Ansprechpartnerin ist die Gemeinde Ottersweier. Bürger, die sich vorstellen könnten, ihre eigene Anlage vorzustellen und ihre Mitbürger zu beraten, werden gebeten, sich ab sofort bei der Gemeindeverwaltung Ottersweier, Frau Jessica Hodapp, unter der 07223-986055 zu melden.

Pressemitteilung zur Ankündigung der Aktion STADTRADELN ab dem 11.07.2022

Auf die Räder, fertig, los! – ab dem 11.07. tritt ganz Ottersweier beim STADTRADELN an

In Ottersweier geht es ab dem 11.07. beim STADTRADELN um nachhaltige Mobilität, Bewegung, Klimaschutz und Teamgeist. Im Rahmen der Initiative RadKULTUR fördert das Land die Teilnahme an der Aktion des Klima-Bündnis. Das Ziel: In Teams drei Wochen lang möglichst viel Fahrrad fahren und Kilometer sammeln – egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Mitradeln lohnt sich insbesondere in diesem Jahr gleich dreifach: Wer für ein gemeinsames Ziel in die Pedale tritt, stärkt sowohl die Gemeinschaft als auch die eigene Gesundheit und schont dabei das Klima. Auch wird der Wettbewerb innerhalb der Kommune noch spannender. Ob Unternehmen oder Schule, Verwaltung oder Sportverein – Radelnde können ab diesem Jahr Unterteams etwa für verschiedene Abteilungen oder Schulklassen gründen und innerhalb des Hauptteams gegeneinander antreten. Wer nun Lust hat mitzufahren, meldet sich an unter www.stadtradeln.de/anmelden/.

Bürgermeister Jürgen Pfetzer: „Es freut mich, dass unsere Kommune erstmals 2022 beim STADTRADELN mitwirkt und damit klarmacht: Ottersweier setzt insbesondere in diesem Jahr mit Freude ein starkes Zeichen für die gesunde und klimafreundliche Mobilität der Zukunft – so wie viele andere Kommunen in Baden-Württemberg. „Der STADTRADELN-Wettbewerb ist in diesem Jahr ein fester Termin im Kalender unserer Kommune. Wir zeigen gerne: Radfahren ist klimafreundlich, gesund und liegt uns in der Gemeinde Ottersweier am Herzen – so wie vielen anderen Kommunen in Baden-Württemberg.“

 

Hintergrund

Klimaschutz und die Förderung des Radverkehrs: Das sind die Ziele der Kampagne STADTRADELN. Beim STADTRADELN können sich Kommunen an 21 zusammenhängen­den Tagen, die im Zeit­raum zwi­schen dem 1. Mai und dem 30. September frei wählbar sind, an dem Wettbewerb beteiligen. Gesucht werden die fahrradfreundlichsten Kommu­nalparlamente und Kommunen sowie die Teams, die im Aktionszeitraum die meis­ten Kilo­me­ter erra­deln. Jedes Jahr wächst die Teil­neh­mer­zahl. So konn­ten 2020 bereits über 115 Mio. km erra­delt wer­den, davon 23,2 Mio. km allein in Baden-Würt­tem­berg. Baden-Württemberg macht sich stark für eine moderne und nachhaltige Mobilität. Der Anteil des Radverkehrs im Mobilitätsmix soll dafür deutlich gesteigert werden. Die vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg geförderte Initiative RadKULTUR ist bereits seit 2012 eine zentrale Maßnahme des Landes zur Unterstützung einer fahrradfreundlichen Mobilitätskultur. So wird deutlich: Das Fahrrad ermöglicht es, im Alltag zeitgemäß und klimaschonend mobil zu sein. Mehr erfahren unter www.radkultur-bw.de.

 

Prämierung vor Ort

Erfolge muss man feiern! Deshalb findet ein krönender Abschluss des diesjährigen STADTRADELN-Wettbewerbs statt, bei dem alle Gewinnerteams sind zur Prämierung der aktivsten Teams herzlich eingeladen sind. In diesem Jahr werden tolle Preise bei der Abschlussveranstaltung verlost. Zur Veranstaltung wird selbstverständlich die Anreise mit dem Fahrrad begrüßt.

Erfolge muss man würdigen! Deshalb werden die aktivsten Teams auf der gemeindlichen Homepage bekanntgegeben!

 

Mit dem Fahrrad zur Arbeit

Besonders Unternehmen sind dazu aufgerufen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Stadtradeln zu motivieren. Wir werden über die Wirtschaftsförderung unsere lokalen Unternehmen zur Teilnahme mobilisieren und hoffen, dass sich viele Unternehmen als Teams beteiligen werden. Auch das Team der Gemeindeverwaltung wird für Ottersweier auf dem Weg zur Arbeit Kilometer sammeln. Ebenfalls ist der Gemeinderat dazu aufgerufen, für Ottersweier zu radeln. Machen Sie also mit! Alle Angebote der RadKULTUR für Unternehmen finden Sie unter: www.radkultur-bw.de/unternehmen

 

Meldeplattform RADar!

Radfahrerinnen und Radfahrer können Ottersweier dabei unterstützen noch fahrradfreundlicher zu werden. Mit der Meldeplattform RADar! haben sie die Möglichkeit, über die STADTRADELN-App oder via Internet (www.radar-online.net) auf Mängel und gefährliche Stellen an Radwegen aufmerksam zu machen. Dabei setzen sie einfach einen Pin auf die digitale Straßenkarte, beschreiben die Gefahrenstelle und schon wird der zuständige Fachbereich in der Verwaltung automatisch informiert.

 

Einfach Kilometer sammeln per App

Mit der kostenfreien STADTRADELN-App können Teilnehmerinnen und Teilnehmer die geradelten Strecken via GPS tracken und direkt ihrem Team und ihrer Kommune gutschreiben. In der Ergebnisübersicht ist auf einen Blick erkenntlich, wo das Team und die Kommune stehen. Im Team-Chat können sich die Mitglieder zu gemeinsamen Touren verabreden oder sich gegenseitig anfeuern.

 

STADTRADELN allgemein

Baden-Württemberg macht sich stark für eine moderne und nachhaltige Mobilität. Der Anteil des Radverkehrs im Mobilitätsmix soll dafür deutlich gesteigert werden. Die vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg geförderte Initiative RadKULTUR ist bereits seit 2012 eine zentrale Maßnahme des Landes zur Unterstützung einer fahrradfreundlichen Mobilitätskultur. In enger Zusammenarbeit mit Kommunen und Unternehmen sowie mit der Unterstützung eines stetig wachsenden Partnernetzwerks, bietet die Initiative den Menschen positive Radfahr-Erlebnisse in ihrer individuellen Alltagsmobilität. So wird deutlich: Das Fahrrad ermöglicht es, im Alltag zeitgemäß und klimaschonend mobil zu sein.                                              Mehr unter den jeweilige Spielregeln erfahren Sie unter https://www.stadtradeln.de/spielregeln.

 

Ansprechpartner

Amtsleitung

Zentrale Dienste, Bürgerservice und Soziales

Herrn Daniel Stöß

E-Mail: daniel.stoess(@)ottersweier.de

Tel.: 07223 9860-35

Kontakt für Kommunen:

Servicestelle STADTRADELN BW der Initiative RadKULTUR

E-Mail: stadtradeln@radkultur-bw.de

Tel: (0 62 51) 82 63 299

Aktion PendlerBrezel

Gratis-Brezel für Radfahrende auch in Ottersweier

Wer morgens mit dem Fahrrad unterwegs ist, um beispielsweise zur Arbeit zu fahren, darf sich in der Woche vom 30. Mai bis 3. Juni 2022 über eine ganz besondere Überraschung freuen: Alle, die an diesen Tagen mit dem Rad zur Arbeit, Vorlesung, etc. fahren, erhalten morgens bis 10 Uhr in teilnehmenden Bäckereien eine Gratis-Brezel. Die Aktion PendlerBrezel der Initiative RadKULTUR des Landes Baden-Württemberg und der AGFK-BW findet in diesem Jahr rund um den Weltfahrradtag am 3. Juni statt.

Auch die Bäckerei Peter’s gute Backstube im Lindencenter in Ottersweier ist Teil der landesweiten Aktion PendlerBrezel und fördert so das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel. Radeln Sie bei der Filiale von Peter’s gute Backstube im Lindencenter vorbei, zeigen Sie, dass Sie mit dem Rad oder Pedelec unterwegs sind – zum

Beispiel mit Ihrem Helm – und freuen Sie sich über Ihre Gratis-Brezel. Dabei ist es egal, ob Sie ins Büro, zur

(Hoch-)Schule oder einfach zum Spaß radeln. Die Brezeln werden bis 10 Uhr ausgegeben bzw. solange der Vorrat reicht. Eine interaktive Karte mit allen teilnehmenden Filialen findet sich unter www.radkultur-bw.de/pendlerbrezel.

Erste positive Bilanz des E-Car-Sharings in Ottersweier

Resonanz auf das Angebot ist erstaunlich hoch/Erfahrungsbericht ermöglichte weitere Optimierung

Das E-Car-Sharing-Angebot der Gemeinde Ottersweier, die dabei eng mit der Firma „deer mobility solutions“ zusammenarbeitet, ist schon in den ersten Wochen nach dem Start im Januar erstaunlich gut angenommen worden. So schildern es Bürgermeister Jürgen Pfetzer, Kämmerer Alexander Kern sowie Jessica Hodapp, die das Thema Mobilität rathausintern betreut, in einem Pressegespräch. Dank eines „Feldversuchs“ von Praktikant Jan Riehle, der das Car-Sharing auf eigene Initiative ausprobierte und der Verwaltung einen Erfahrungsbericht lieferte, sei das Angebot weiter optimiert worden, so Hodapp.

Bis auf wenige, teils selbst verschuldete Komplikationen, unterstreicht Riehle, habe das Car-Sharing schon bei seinem ersten Testlauf reibungslos funktioniert. Die Idee sei entstanden, weil er mit seiner Freundin einige Tage in Köln verbringen wollte. „Wir hatten geplant, von Karlsruhe aus mit dem Flixbus zu fahren. Für ein eigenes, in der Fächerstadt abgestelltes Auto hätten wir Parkgebühren zahlen müssen, also lag es nah, Car-Sharing in Anspruch zu nehmen: Es ist dank moderater Tarife für zwei Personen kostengünstiger als die Bahn und als E-Fahrzeug zugleich umweltschonend.“ Riehle registrierte sich per App bei „deer“; sein dafür eingescannter Führerschein war etwa nach einem Tag überprüft, er konnte den Termin buchen. „Man muss genau angeben, wann man das Auto abholt, es ist dann etwa 15 Minuten vorher freigeschaltet“, erklärt er. „Wann man es wieder abliefert, muss nur ungefähr angekündigt werden.“ Die Hinfahrt startete an der E-Ladestation in der Ortsmitte und endete bei einer der beiden Abgabestellen in Karlsruhe, der Tiefgarage am Schloss. „Meine Freundin hatte ich am Bahnhof abgesetzt, ich fuhr von der Garage aus mit dem E-Scooter dorthin.“

Ein wenig schwierig gestaltete sich die Rückfahrt: Riehle war nicht klar, dass die Karte für das Parkhaus jeweils im Auto liegt. „Der Parkwächter wies mich darauf hin, hat mir aber ausnahmsweise die Schranke auch ohne Karte geöffnet.“ Eine zweite Hürde ergab sich in Ottersweier: An der Ladesäule war bereits ein Car-Sharing-Auto angeschlossen. „Eigentlich muss man aber sofort nach dem Abstellen das Ladekabel einstecken.“ Für diese Situation, ergänzt Hodapp, sei mit dem Anbieter nun abgesprochen worden, dass ein Anruf beim 24h-Support ausreicht, damit das Fahrzeug auch ohne Anschluss des Ladekabels freigeschaltet werden kann. Das Fahren an sich, schließt Riehle, habe Spaß gemacht. „Die Fahrzeuge erreichen immerhin bis zu 160 km/h.“ Wer das Angebot häufiger nutze, könne zudem unterschiedliche Fahrzeugtypen ausprobieren.

Bürgermeister Jürgen Pfetzer resümiert: „Wir haben noch keine Erhebung gemacht, haben aber den Eindruck, dass die Fahrzeuge schon jetzt weitaus regelmäßiger genutzt werden als gedacht.“ Das Rathaus habe zudem örtliche Firmen angeschrieben, um sie auf die Möglichkeit hinzuweisen, Car-Sharing als Alternative zu Dienstfahrzeugen zu nutzen. „Wir sind in jedem Fall optimistisch, dass sich diese Art der Mobilität in Ottersweier auch langfristig etabliert.“ 

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