Gemeinde Ottersweier

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Aktuelles aus dem Rathaus

Miteinander aktiv für ein lebenswertes Ottersweier

An elf Standorten stehen bis Ende Juli Buchstaben mit Briefkästen/ Direkter Draht zum Gemeinderat

Elf überdimensionale Buchstaben aus Holz sind, parallel zum Start der kommunalen Einwohnerbefragung, an verschiedene Standorte in Ottersweier „gewandert“ und verbleiben dort bis zum 24. Juli. In der richtigen Reihenfolge bilden sie das Wort „Miteinander“. Versehen sind sie jeweils mit einem Briefkasten, in den Einwohner die ausgefüllten Bögen der Befragung, aber auch Zettel mit Wünschen, Anregungen oder Kritik einwerfen können, die sich an Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat richten. Die Kästen werden einmal wöchentlich geleert, ihr Inhalt sukzessive ausgewertet. Der Öffentlichkeit präsentiert werden die Ergebnisse im August. In einem Pressegespräch schildert Bürgermeister Jürgen Pfetzer die Hintergründe des Projekts, das die Bevölkerung niederschwellig in die Gestaltung des Gemeindelebens einbinden soll.

Die Idee entstand Pfetzer zufolge durch eine ähnliche Aktion in einem nördlichen Bundesland, die ihm spannend erschien. Diese sei bei der Strategie-Klausurtagung des Gemeinderats 2020 aufgegriffen und leicht abgewandelt worden. „Es ging um Öffentlichkeitsarbeit, konkret also darum, wie der Gemeinderat seine Themenschwerpunkte in die Bürgerschaft transportiert und wie diese eine Bewertung dazu äußern kann.“ Nicht jeder Einwohner lese die Lokalzeitung oder verfolge die sozialen Medien. „Wir möchten aber so viele Menschen wie möglich ‚abholen‘.“ Die Buchstaben, informiert er weiter, seien von Schülern der Maria-Victoria-Schule gebastelt worden. „Der Bauhof, der den Buchstaben auch den letzten Schliff gab, transportierte diese an ihre Standorte.“ Versorgt seien neben dem Kernort fast alle Ortsteile, von Breithurst bis Zell. Personell möglich wurde die engmaschige Planung, Betreuung und Auswertung der „Aktion Miteinander“ dank Student Lukas Wissenbach von der Hochschule Kehl, derzeit im Rahmen seiner Bachelorarbeit im Rathaus Ottersweier. Er ist zugleich federführend verantwortlich für die Einwohnerbefragung. „Wir hoffen, dass das Einwerfen in Briefkästen, ohne an Öffnungszeiten des Rathauses gebunden zu sein und überhaupt dorthin zu müssen, viele Bürger zum Mitmachen motiviert“, sagt Pfetzer. „Gern dürfen auch Kinder ihre Meinung kundtun. Wir sind gespannt auf die Resonanz.“

Wissenbach wird die Zeit bis zur finalen Auswertung aller Daten noch zu einem anderen Zweck nutzen, wie Kämmerer Alexander Kern mitteilt: „Er bearbeitet das Thema ‚Digitalisierung von Verwaltungsleistungen‘. Das Land Baden-Württemberg erwartet von den Kommunen, dass sie bis 2025 abgeschlossen ist. Unsere Kapazitäten reichen aber nicht aus, um uns so intensiv mit diesem Prozess zu beschäftigen, wie es nötig wäre. Deshalb sind wir froh, dass Lukas sich nun darum kümmert.“ Künftig, erklärt Kern, sollen alle Verwaltungsleistungen komplett digital angeboten werden, von der Hundesteueranmeldung bis hin zum Pass. „Das Land gibt uns klare Vorgaben, wir müssen für die Umsetzung sorgen.“ Mitte September wird Wissenbach seine Analyse, die er auch in seine Bachelorarbeit einfließen lässt, dem Gemeinderat vorstellen. „In der Einwohnerbefragung geht es unter anderem auch um Digitalisierung“, verweist der Student auf Synergien zwischen seinen Aufgaben. „Da Unternehmen und Vereine bereits den Wunsch nach mehr Digitalisierung geäußert haben, holen wir somit eine weitere Perspektive ein.“ Wir erhalten damit eine Gesamtschau, was mehrheitlich als Gemeinwohl empfunden wird.“

Bevor sie auf ihre
Bevor sie auf ihre "Wanderung" geschickt werden, stellte der Bauhof Ottersweier die Buchstaben einmal ihrem Sinn gemäß vor dem Gemeindezentrum auf (im Bild Bürgermeister Pfetzer, Fünfter von links, und Gemeinderäte).
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